10. November 2020 · Kinderwunsch-Wissen

5 Möglichkeiten, einer Östrogendominanz entgegenzuwirken

Östrogen und Progesteron sind zwei wichtige weibliche Hormone. Sie regulieren sich gegenseitig und es ist wichtig, dass sie in einem gesunden Gleichgewicht zueinander stehen.

Östrogen ist wundervoll. Schließlich ist es das Hormon, das dich attraktiver aussehen lässt und deine Haut zum Strahlen bringt. Denn die Bildung von Kollagen wird durch Östrogen begünstigt. Kollagen ist das Hauptprotein des Bindegewebes, das der Haut Elastizität und junges Aussehen verleiht. Leider lässt die Kollagenproduktion im Alter nach. Aber Östrogen wirkt dem entgegen.1

Du kannst dir Östrogen ein bisschen so vorstellen wie eine sexy, sprudelnde Freundin, die eine großartige Zeit auf Partys hat, bis sie einen zu viel getrunken hat.

Bevor sie es merkt, wird sie von charmant und lustig zu widerwärtig und anmaßend. Ohne jemanden, der vernünftig ist, sie in ein Taxi zu setzen und sie nach Hause zu bringen, macht sie sich selbst und allen anderen, die ihren Weg kreuzen, Schwierigkeiten.

Progesteron ist hier die vernünftige Freundin. Sie bleibt ruhig, wenn alle anderen verrückt werden, und solange sie in der Nähe ist, hilft sie Östrogen zu ihrem besten Selbst zu werden.

Daher solltest du verhindern, dass Östrogen außer Kontrolle gerät UND sicherstellen, dass Progesteron die Unterstützung hat, die es braucht, um seine Arbeit zu tun.

Viele Frauen leiden unter einer Östrogendominanz – also zu viel Östrogen im Verhältnis zu Progesteron. Dies kann zu PMS, niedrigem Sexualtrieb, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen führen.

Was du dagegen konkret tun kannst, zeige ich dir mit den folgenden 5 einfachen Möglichkeiten:

1) Vermeide Xenoöstrogene in Kosmetikprodukten

Xenoöstrogene sind Chemikalien, die Östrogen nachahmen und das endokrine System stören. Die Haut ist unser größtes Organ, so dass es für Xenoöstrogene leicht ist, über Dinge wie Duschgel, Körperlotion, Parfüm und Waschmittelrückstände in den Körper einzudringen.2

Einige der Xenoöstrogene, auf die du achten solltest, sind unter anderem:

2) Vermeide Xenoöstrogene in deiner Nahrung

Die größte Quelle für Xenoöstrogene sind nicht-ökologische Tierprodukte aufgrund einer hohen Pestizid- und Antibiotikabelastung.3

Wenn möglich, wähle daher tierische Lebensmittel aus artgerechter Haltung.

Auch verarbeitete Lebensmittel enthalten häufig Xenoöstrogene, vor denen du auf der Hut sein solltest. Sie sind unter anderem auf Lebensmitteletiketten aufgeführt:

3) Vermeide Xenoöstrogene im Wasser

Ja, Wasser.

Wenn du dein Wasser nicht filterst oder regelmäßig aus Plastikwasserflaschen trinkst, stehen die Chancen gut, dass du beim Trinken eine große Dosis Xenoöstrogene aufnimmst.4

Wähle daher Glas- statt Kunststoffflaschen und investiere in einen dreistufigen Wasserfilter, der einen Sedimentfilter, einen Keramikfilter und einen Aktivkohlefilter enthält.

Wenn das nicht möglich ist, kann schon ein einfacher Brita-Filter einen Unterschied machen.

4) Trinke viel (gefiltertes) Wasser und esse viel Ballaststoffe

Wenn du keinen regelmäßigen Stuhlgang hast, bleibt überschüssiges Östrogen in deinem Körper und wird durch den Dickdarm resorbiert.

Daher ist eine Ernährung mit viel Ballaststoffen, insbesondere von Kreuzblütlern wie Brokkoli und Blumenkohl, und eine Flüssigkeitszufuhr mit mindestens zwei Litern Wasser pro Tag der Schlüssel, um überschüssiges Östrogen aus deinem Körper auszuleiten.5

5) Bewege dich ausreichend

Sport hilft bei der Entgiftung, indem es überschüssiges Östrogen durch Schweiß freisetzt.6

Es hilft auch, Stress abzubauen, Fett abzubauen und den Schlaf zu verbessern, was alles einen großen Einfluss auf das Gleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron hat.

Stelle also sicher, dass du eine Mischung aus Krafttraining, Cardio und anderen regenerierenden Praktiken wie Yoga und Tai Chi ausübst.

Fazit: Ein ausgeglichener Hormonhaushalt ist das A und O

Östrogen ist eines der wichtigsten weiblichen Hormone. Wie bei so vielen Dingen im Leben, ist allerdings zu viel des Guten problematisch.

Eine Östrogendominanz bringt zahlreiche Beschwerden mit sich. Progesteron ist ein Gegenspieler von Östrogen, der hilft, das Hormon in Schach zu halten.

Im Artikel über Progesteron erfährst du, was du tun kannst, um deinen Progesteronspiegel auf ein gesundes Level zu bringen.

Quellen

1) Ashcroft GS, Greenwell-Wild T, Horan MA, Wahl SM, Ferguson MWJ. Topical Estrogen Accelerates Cutaneous Wound Healing in Aged Humans Associated with an Altered Inflammatory Response. The American Journal of Pathology. 1999;155(4):1137-1146. doi:10.1016/S0002-9440(10)65217-0 ↩

2) [Cosmetics as source of xenoestrogens exposure] – PubMed. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24466711/. Abgerufen am 12. Oktober 2020. ↩

3) Andersson A, Skakkebaek N. Exposure to exogenous estrogens in food: possible impact on human development and health. European Journal of Endocrinology. 1999;140(6):477-485. doi:10.1530/eje.0.1400477 ↩

4) Yang CZ, Yaniger SI, Jordan VC, Klein DJ, Bittner GD. Most Plastic Products Release Estrogenic Chemicals: A Potential Health Problem That Can Be Solved. Environmental Health Perspectives. 2011;119(7):989-996. doi:10.1289/ehp.1003220 ↩

5) Gaskins AJ, Mumford SL, Zhang C, et al. Effect of daily fiber intake on reproductive function: the BioCycle Study. The American Journal of Clinical Nutrition. 2009;90(4):1061-1069. doi:10.3945/ajcn.2009.27990 ↩

6) Schmitz KH, Williams NI, Kontos D, et al. Dose–response effects of aerobic exercise on estrogen among women at high risk for breast cancer: a randomized controlled trial. Breast Cancer Research and Treatment. 2015;154(2):309-318. doi:10.1007/s10549-015-3604-z ↩

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